Herati Teppiche – Afghanisches Muster auf Teppichen aus Persien und Indien

 

Wer an Orientteppiche denkt, der denkt in erster Linie an die edlen Perserteppiche. Diese zeichnen sich durch unverwechselbare Muster und Designs aus. Eines der derzeit am weitesten verbreiteten Muster ist das Herati-Muster, das sich auf vielen Perserteppichen aus unterschiedlichen Teppichzentren des Irans findet, ursprünglich aber aus Afghanistan stammt. Es gibt die unterschiedlichsten Gattungen von Perserteppichen, die in der Regel nach der Stadt oder Region benannt sind, in der die Teppiche hergestellt werden. All diese Gattungen zeichnen sich durch verschiedene Merkmale und Qualitäten aus. Der Herati Teppich ist keine Gattung der Perserteppiche; vielmehr ein Muster, dass in vielen der Gattungen vorkommt, zum Beispiel im Bidjar oder Mud (Moud). Als Herati Teppich wird ein Orientteppich mit Herati-Muster bezeichnet.

Woher kommt das Herati-Muster?

Wie bei den Orientteppichen üblich, verweist der Name dieses Musters auf die ursprüngliche Region, der es entstammt. „ Heradi“ bedeutet in der Übersetzung so viel wie „von Herat (kommend)“. Herat ist der Name einer Stadt; allerdings befindet diese sich nicht in Persien, also dem heutigen Iran, sondern im Westen des heutigen Afghanistans. Beliebt ist das Herati-Muster auch in Indien, wo ebenfalls viele Teppiche mit diesem besonderen Design geknüpft werden. Herati-Teppiche aus Persien, also dem heutigen Iran, stammen vorwiegend aus den westlichen Regionen, wie zum Beispiel Bidjar oder Tabriz.

Wie kam das Herati-Muster von Afghanistan in den Iran?

Die Bezeichnung für das Herati-Muster, das oft auch als Fischdesign oder Mahi-to-Hos bezeichnet wird, hat tatsächlich den lokalen Bezug zur afghanischen Stadt Herat, in der es schon seit Jahrhunderten vorkommt. Die Stadt wurde im Jahr 328 vor Christus von Alexander dem Großen als Alexandria Areion gegründet. Zwischen Ende des 17. Jahrhunderts und Mitte des 18. Jahrhunderts tauchte das Herati-Muster zunehmend auch in den westlichen Gebieten Persiens auf. Ursache dafür ist eine befohlene Umsiedlung der Bevölkerung zwischen den Jahren 1688 und 1747. Das Fischdesign ist quasi mit den Menschen vom heutigen Afghanistan in den heutigen Iran umgezogen und hat sich dann auch dort etabliert – ebenso wie in Indien.

Wie sieht ein Herati Teppich aus?

Bei dem Herati-Muster handelt es sich um ein typisches Rapportmuster. Dargestellt ist das immer wiederkehrende Motiv eines auf die Spitze gestellten Rhombus, in dessen Mitte sich eine Blüte befindet. Auf der oberen und unteren Spitze sitzt jeweils eine stilisierte Lotusblüte, während auf den seitlichen Spitzen Päonien sitzen. An den Längsseiten der Rhomben befindet sich jeweils ein halbmondförmiges Blatt, das jedoch eher als Fisch interpretiert wird und dem Fischdesign zu seinem Namen verholfen hat. Auch die weitere Bezeichnung „Mahi-to-Hos“ geht auf die Interpretation als Fisch zurück, denn sie bedeutet übersetzt „Fisch im Teich“. Bildlich betrachtet wird das Teppich-Innenfeld als Teich bezeichnet, was sich ebenfalls in der Bezeichnung „Mahi-to-Hos“ wiederfindet.

 

Die Farben für einen Herati-Teppich orientieren sich an der jeweiligen Gattung der Perserteppiche. Überwiegend handelt es sich jedoch um Rot, Blau oder Creme als Grundfarbe. Die übrigen Farben sind hauptsächlich Naturfarben, so dass sich Perserteppiche zu nahezu jedem Wohnstil kombinieren lassen, von Modern über Landhaus und Vintage bis hin zu Antik. Mit Antiquitäten bilden Orientteppiche eine sehr harmonische Paarung, denn sie setzten sich gegenseitig ins richtige Licht.

Was macht einen Herati Teppich besonders?

Als Perserteppich überzeugt ein Herati jeder Gattung durch höchste Qualität und die Verwendung bester Materialien. Perserteppiche zeichnen sich dadurch aus, dass sie trotz der Verarbeitung feiner Garne sehr robust und langlebig sind.

Indo Herati

Farbe

Provenienzen

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Design

Preisspanne

435 € - 3315 €

Standard-Maße

Länge

150 - 345

Breite

75 cm - 255 cm
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